Zusätzliche Betreuung

Für Kinder, die schon eine Pflegestufe haben, gibt es die Möglichkeit eine finanzielle Unterstützung für sogenannte zusätzliche Betreuungsleistungen zu erhalten.

Die Höhe des jeweiligen Anspruchs wird dabei von der Pflegekasse auf Empfehlung des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) festgelegt und dem Versicherten mitgeteilt.

Zeichnung Felix A., 11 Jahre
Zeichnung Felix A., 11 Jahre

Zusätzliche Betreuungsleistungen umfassen keine pflegerischen Leistungen und können nur über einen zugelassenen Anbieter abgerechnet werden. Ab dem 01.01.2015 stehen diese Leistungen allen Pflegeversicherten, die eine Pflegestufe haben, zur Verfügung.

Je nach Betreuungsbedarf wird ein Grundbetrag von 104 € oder 208 € monatlich für die Erstattung folgender Leistungen gewährt:

  • Beaufsichtigung von Pflegebedürftigen, um Angehörigen und Pflegepersonen eine “sichere” Auszeit zu ermöglichen
  • Unterstützung bei sinnvoller Beschäftigung, wie z. B. gemeinsames Lesen, Gesellschaftsspiele, gemeinsames Betrachten von Bilderbüchern, gemeinsames basteln etc.
  • Mobilisation in Begleitung, wie z. B. Spazierengehen
  • Bewegungsübungen (jedoch nicht als Ersatz für Physiotherapie!)

Anspruchsvoraussetzung für den erhöhten Betrag (208 €) ist ein erheblicher allgemeiner Betreuungsaufwand, wie er bei Demenz, psychischer Erkrankung oder geistiger Behinderung benötigt wird. Folgende Bereiche werden dabei überprüft:

  • Orientierung
  • Antrieb und Beschäftigung
  • Tag-/Nachtrhythmus
  • Kommunikation und Sprache
  • Soziale Bereiche des Lebens wahrnehmen